JahrgÀnge 4-6

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Konzept des Freizeitbereiches Klasse 4 – 6

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung und Rahmenbedingungen 2
  2. Offenes Konzept 2
  3. Tagesablauf 3
  4. Hausaufgaben 3
  5. RĂ€ume und Angebote 4

5.1 Bewegungsraum 4

5.1.1 Raumgestaltung 4

5.1.2. Zielsetzung 4

5.1.3 Methodenkonzept 4

5.2 Werkraum 5

5.2.1. Raumgestaltung 5

5.2.2. Zielsetzung 5

5.2.3. Methodenkonzept 5

5.3. Schuloase 5

5.3.1. Raumgestaltung 5

5.3.2. Zielsetzungen 5

5.3.3. Methodenkonzept 6

5.4. Streitschlichter 6

5.5. SchĂŒler-Innen CafĂ© 7

5.5.1. Raumgestaltung 7

5.5.2. Zielsetzung 7

5.5.3. Methodenkonzept 7

5.6. Kreativraum 7

5.6.1 Raumgestaltung 7

5.6.2. Zielsetzung 8

5.6.3. Methodenkonzept 8

5.7. Spieleraum 8

5.7.1. Raumgestaltung 8

5.7.2. Zielsetzung 9

5.7.3. Methodenkonzept 9

5.8. Arbeitsgemeinschaften 10

Konzept des Freizeitbereiches Klasse 4 — 6

  1. Einleitung und Rahmenbedingungen

Das Konzept basiert auf dem Schulprogramm der Werbellinsee – Grundschule und den professionellen Erfahrungen der Erzieher-Innen.

Derzeit werden im offenen Freizeitbereich der Klassenstufen 4-6 166 Kinder betreut, davon 93 Jungen, 73 MÀdchen und 6 Kinder mit erhöhtem bzw. wesentlich erhöhtem Förderbedarf.

Im Team des Freizeitbereiches 4-6 arbeiten derzeit 6 staatlich anerkannte Erzieher-Innen, sowie 2 Erzieher-Innen in Ausbildung. FĂŒr die Betreuung stehen tĂ€glich sieben FreizeitbereichsrĂ€ume im 2. Stock, sowie der Schulhof zur VerfĂŒgung. Freitags ist fĂŒr die SchĂŒler-Innen die Turnhalle fĂŒr Spiel, Spaß und Bewegung zugĂ€nglich. Momentan bieten 2 Kollegen in einer Schulmannschaft mit großem Erfolg die Sportart Jugger an und feierten schon einige Erfolge.

Im Mittelpunkt unserer sozialpĂ€dagogischen Arbeit steht das Kind mit seinen BedĂŒrfnissen, WĂŒnschen und Ideen. Es gilt diese zu erkennen, aufzugreifen und zu stĂ€rken. Die SchĂŒler-Innen sollen wichtige Kompetenzen zur BewĂ€ltigung des Schulalltags und ihres weiteren Lebensweges erlangen und festigen. Gleichzeitig ist es uns ebenso wichtig, den Kindern ein breites Angebot an Möglichkeiten der Freizeitgestaltung anzubieten, damit sie ihre StĂ€rken, Interessen und Begabungen kennenlernen.

Jeden Tag lernen sie auch einen respektvollen Umgang miteinander, aktiv Probleme und Konflikte zu lösen und/oder zu bewÀltigen sowie eigenverantwortlich im Schulalltag zu handeln. Das Fachpersonal befindet sich in stÀndiger Reflexion des tÀglichen pÀdagogischen Handelns.

Durch das offene Konzept können sich die Erzieher-Innen den Kindern individuell und gruppenunabhĂ€ngig zuwenden. Jeder Klasse ist jedoch ein/e Gruppenerzieher-In zugeordnet, der/die fĂŒr deren Organisation, WĂŒnsche und Probleme verantwortlich ist.

2. offenes Konzept

Die offene Arbeit ist mehr als ein verÀndertes Raumkonzept, es ist eine Grundeinstellung im Zusammenleben in einer pÀdagogischen Einrichtung.

Ziel ist es, die Kinder partizipieren zu lassen, ihre UnabhÀngigkeit, Eigenverantwortung und die soziale Kompetenzen zu fördern. Zudem bietet die offene Arbeit die Möglichkeit, den pÀdagogischen Alltag aufzulockern und die Erzieher-Innen im Arbeitsalltag zu entlasten.

Im FZB der 4.-6. Klassen in der Werbellinsee-Grundschule wird nach diesem Konzept gearbeitet. Hierbei ist das Kind der eigene Akteur, hat also die freie Wahl, welche der vielen FunktionsrĂ€ume es nutzt, welche Angebote es wahrnimmt oder mit welchen Kindern es zusammen spielt, da es keine festen, geschlossenen Kindergruppen im FZB gibt. So kann das Kind selbst den eigenen Interessen und BedĂŒrfnissen nachgehen und so zu einem selbststĂ€ndigen, selbstbewussten Individuum heranwachsen. Durch die offene Altersmischung werden zudem die sozialen Kompetenzen und die Vorbildfunktion der Kinder gefördert.

Im FZB der 4.-6. Klassen gibt es vielseitige FunktionsrĂ€ume, wie den Spieleraum, das SchĂŒler-CafĂ©, die Schuloase, die BĂŒcherwelt, die Holzwerkstatt, den Kreativraum, den Bewegungsraum und das NĂ€hkĂ€stchen. In jedem dieser RĂ€ume können die Kinder verschiedene Angebote wahrnehmen. Neben den kontinuierlichen Angeboten in den FunktionsrĂ€umen gibt es meist feste AGs, welche von Erzieher-Innen, externen Kooperationspartner-Innen oder den SchĂŒler Innen selbst geleitet werden.

Erzieher-Innen sind hierbei Ansprechpartner- Innen fĂŒr alle Kinder des FZBs .Sie tauschen sich kontinuierlich im Team aus um die Interessen, BedĂŒrfnisse, Besonderheiten und WĂŒnsche der Kinder zu erkennen und auf diese einzugehen.

Um eine AtmosphĂ€re zu schaffen , in der sich die Kinder wohlfĂŒhlen und WertschĂ€tzung erfahren, achten die PĂ€dagogen-Innen darauf, dass sich jeder an die in der Schule geltenden „fĂŒnf REGELN“ hĂ€lt. Außerdem wird auf eine wertschĂ€tzende Kommunikation geachtet, verbale und körperliche Gewalt werden nicht geduldet und VerstĂ¶ĂŸe entsprechend geahndet.

Gemeinsame klassenĂŒbergreifende Aktionen und Spiele werden gefördert und so die Verbundenheit miteinander und das VerstĂ€ndnis fĂŒreinander entwickelt. Alle Erzieher-Innen sind jederzeit fĂŒr alle Kinder ansprechbar.

3.Tagesablauf

Nach Ende des Unterrichts finden sich die Kinder unverzĂŒglich im Freizeitbereich ein, melden sich an und rĂ€umen ihre RucksĂ€cke in die dazu vorhandenen SchrĂ€nke. Dann entscheiden sie, in welchem Raum sie sich aufhalten möchten. Unter diesen Voraussetzungen ist es den SchĂŒlerinnen erlaubt, sich frei in den RĂ€umen des Freizeitbereiches oder auf dem Schulhof zu bewegen. In jedem Raum befindet sich mindestens ein/e fest zugeordnete/r Erzieher-In, die verschiedene gebundene sowie ungebundene AktivitĂ€ten anbietet. Um eine VielfĂ€ltigkeit zu ermöglichen, wechseln die Erzieher-Innen nach jedem „Ferienquartal“ (6 – 7 Wochen) den Raum. Somit kann jede/r ihre/seine StĂ€rken und Ressourcen umsetzen und den Kindern ein großes Angebotsspektrum bieten.

Die Betreuung endet um 16.00, ab 15.45 melden sich die Kinder bei einem/einer Erzieher -In ab. Diese werden auf einer jeweiligen Klassenliste vermerkt.

4. Hausaufgaben

Generell gilt: Der Freizeitbereich orientiert sich hauptsĂ€chlich an den BedĂŒrfnissen und WĂŒnschen der SchĂŒler-Innen und ist als Ausgleich zum anstrengenden und fordernden Schulalltag zu sehen.

Wir haben den SchĂŒler-Innen Platz fĂŒr die Erledigung ihrer Hausaufgaben geschaffen, es ist jedoch die Entscheidung jedes SchĂŒlers und jeder SchĂŒlerin, die Hausaufgaben im Freizeitbereich anzufertigen.

5. RĂ€ume und Angebote

5.1 Bewegungsraum

5.1.1 Raumgestaltung

Der Raum ist mit einem großzĂŒgigen Mattenfeld, bestehend aus Schulturnmatten, ausgestattet. Eine Tischtennisplatte kann jederzeit aufgestellt werden. Des Weiteren stehen den SchĂŒler-Innen eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien fĂŒr Spiel und sportliche BetĂ€tigung zur VerfĂŒgung, wie z.b Diabolos, Jonglierteller, Seile ,GymnastikstĂ€be, BĂ€lle und Yogamatten.

Ein strukturierter Wochenplan fĂŒr die Klassen, ermöglicht es den Kindern, zu vorgegebenen Zeiten den Raum zu nutzen, an einem Tag haben sie die Möglichkeit sich untereinander zu mischen.

Des Weiteren bieten die PÀdagogen verschiedene wöchentliche Angebote an wie Qi Gong oder eine Tischtennis AG.

5.1.2 Zielsetzung

Der Bewegungsraum bietet den SchĂŒler _innen verschiedene Möglichkeiten zur Bewegung und Selbsterfahrung. Es finden gebundene, ungebundene sowie selbstorganisierte Angebote statt.

Im Bewegungsraum erfahren, erweitern und festigen die Kinder unabhĂ€ngig vom Wetter ihre motorischen FĂ€higkeiten und haben die Möglichkeit ĂŒberschĂŒssige Energie abzubauen. Sie sollen zudem lernen, Regeln zu akzeptieren, einzuhalten sowie eigene Regeln auszuhandeln. Sie werden befĂ€higt, eigene Grenzen zu erkennen, die Grenzen anderer zu akzeptieren und sie nicht zu ĂŒberschreiten. Die SchĂŒler-Innen erfahren ihre Rollen in der Gruppe, entwickeln Teamgeist und erleben Teamarbeit.

5.1.3 Methodenkonzept/ -struktur, Angebote

Die Schwerpunkte der jeweiligen Angebote variieren je nach den aktuellen BedĂŒrfnissen der Kinder und Professionen der Erzieher-Innen. So reicht das Angebot vom Tanzen ĂŒber EntspannungsĂŒbungen und Gymnastik bis hin zum spielerischen KrĂ€ftemessen und sportlichen Wettstreits.

Unter der Woche finden offene bzw. teiloffene (z.B. geschlechtshomogene Gruppen) Angebote statt. Die Kinder können selbst sportliche Wettbewerbe organisieren und sich untereinander messen. Der Raum wird ebenso Kindern zur VerfĂŒgung gestellt, die anderen z.B. Tanzchoreografien oder GeschicklichkeitsĂŒbungen wie Jo-Jo – Tricks beibringen wollen.

5.2. Werkraum

5.2.1 Raumgestaltung

Zur allgemeinen Raumausstattung gehören sechs Arbeitstische und eine Werkbank , so dass insgesamt 12 ArbeitsplĂ€tze fĂŒr die SchĂŒler-Innen zur VerfĂŒgung stehen. Um Impulse zu geben und neue Ideen zu entwickeln, liegen diverse Werk- und BastelbĂŒcher zur Einsicht aus.

Den Kindern steht eine Vielzahl an unterschiedlichsten Werkzeugen und Materialien zur VerfĂŒgung.

5.2.2 Zielsetzungen

Im Werkraum können die Kinder ihre kreativen Ideen umsetzen. Sie lernen die Eigenschaften verschiedenster Materialien wie Holz, Metall, Styropor und Plastik kennen und sammeln Erfahrungen im Umgang damit. Außerdem erlangen die SchĂŒler-Innen FĂ€higkeiten und Fertigkeiten in der Handhabung von Werkzeugen. Hier werden die Kinder durch die fachliche Kompetenz der Erzieher-Innen unterstĂŒtzt und gefördert.

5.2.3 Methodenkonzept/ -struktur, Angebote

Der sachgemĂ€ĂŸe Umgang mit den Werkzeugen wird von dem/der jeweiligen Erzieher/in angemessen erlĂ€utert und beaufsichtigt, damit es nicht zu Verletzungen der SchĂŒler-Innen oder Zerstörung der Werkzeuge und dem Arbeitsmaterial kommt. Regeln sind von den SchĂŒler-Innen grundsĂ€tzlich einzuhalten. Der/die Erzieher-In berĂ€t die Kinder hinsichtlich der Idee, des Materials und des Zeitaufwandes und hilft bei der Umsetzung.

Die verschiedenen Angebote bewegen sich zwischen „freiem Gestalten“ bis hin zum „Werken nach Bauplan“.

5.3 Schuloase

5.3.1 Raumstruktur

Die Schuloase dient den Kinder als Entspannungs-und RĂŒckzugsort. Dieser ist mit einem Teppichboden ausgestattet. GemĂŒtliche Sitzpolster und Kissen schaffen eine entspannte AtmosphĂ€re Zudem schaffen gedĂ€mpftes Licht und Lichterketten eine beruhigende und warme AtmosphĂ€re, die den SchĂŒler-Innen ein GefĂŒhl von Geborgenheit bietet. Entsprechende Spiele zur Sinnes- und Körperwahrnehmung stehen ebenso zur VerfĂŒgung wie verschiedene Massagematerialien.

Ein CD Player und diverse CDs fĂŒr Traumreisen und Meditation, dienen in AGs der Entspannung. Yogamatten liegen dafĂŒr bereit.

Neben dem Ort der Entspannung, wird dieser Raum auch von den Streitschlichtern als Mediationsraum fĂŒr GesprĂ€che genutzt. Ein abgetrennter Bereich bietet dafĂŒr Platz.

5.3.2 Zielsetzungen

Die Schuloase dient einerseits als Anlaufstelle fĂŒr SchĂŒler- Innen , die sich einen Ausgleich zum lauten Schulalltag wĂŒnschen und die Zeit fĂŒr Entspannungseinheiten nutzen möchten und andererseits als fester Treffpunkt fĂŒr die Streitschlichter . Die SchĂŒler -Innen sollen in einer WohlfĂŒhlatmosphĂ€re in ihrer Persönlichkeit gestĂ€rkt werden und sich bei Bedarf zurĂŒckziehen können.

In verschiedenen Angeboten werden den Kindern neue Wege und Alternativen der positiven Konfliktlösung aufgezeigt und ausprobiert. Eigenes Verhalten wird ĂŒberprĂŒft und der Umgang mit GefĂŒhlen und Emotionen in Spielen bewusst wahrgenommen und aufgegriffen. Somit wird der angemessene Umgang mit Konflikten gefördert, sowie konfliktschwache/-scheue SchĂŒler-Innen gestĂ€rkt und unterstĂŒtzt. Erfolgserlebnisse sollen das Selbstvertrauen stĂ€rken. Die SchĂŒler-Innen lernen kritikfĂ€higer zu werden, SchwĂ€chen einzugestehen und verantwortungsbewusst zu handeln.

5.3.3 Methodenkonzept/ -struktur, Angebot

Auf einen angemessenen und leisen Umgangston sowie RĂŒcksichtnahme auf die BedĂŒrfnisse der MitschĂŒler-Innen wird von den PĂ€dagogen großen Wert gelegt .

In der Schuloase werden an einem Tag in der Woche in einer Entspannung,s AG Traumreisen, sowie verschiedene Entspannungstechniken, Massagespiele und andere Spiele zur Förderung von Körperwahrnehmung und Motorik angeboten.

Der Raum steht allen Kindern offen, die Ansprechpartner-Innen fĂŒr ihre Probleme und Ängste benötigen. VerlĂ€sslichkeit, VerstĂ€ndnis und Vertrauen helfen, GefĂŒhle und BedĂŒrfnisse wahrzunehmen und auszudrĂŒcken.

In Konfliktsituationen finden die SchĂŒler -Innen in der Schuloase eine Vertrauensperson, und Streitschlichter, die sich Zeit nehmen, beruhigend auf aufgeregte Kinder einzuwirken, sich ihre Probleme und KonfliktfĂ€lle anhören an und versuchen mit den Konfliktparteien Lösungen fĂŒr ihre Konflikte zu finden.

5.4 Streitschlichter

In den großen Pausen stehen Streitschlichter ihren MitschĂŒler-Innen bei Konflikten zur Seite, helfen unterstĂŒtzend bei Problemen und stehen fĂŒr SchlichtungsgesprĂ€che zur VerfĂŒgung .DafĂŒr vereinbaren die Streitschlichter mit den Konfliktparteien einen Termin in der Schuloase. Mit guter Mediation, Kommunikation und einem verbindlichen Regelwerk fĂŒr die Streitparteien, versuchen diese dort in verschiedenen Phasen gemeinsam eine Lösung fĂŒr ihren Streit zu finden. Die Konflikte werden entschĂ€rft und individuelle Vereinbarungen zwischen den Konfliktpartnern getroffen. Mit dieser Lösung, die fĂŒr alle Beteiligten zufriedenstellend ist, gehen die SchĂŒler-Innen gestĂ€rkt aus dem GesprĂ€ch. Dies wirkt sich auch prĂ€ventiv auf zukĂŒnftige Situationen aus.

Neue Streitschlichter der 4.und 5. Klassen werden jedes Jahr von einer Erzieherin ausgebildet und betreut . Sie verpflichten sich, fĂŒr diese Zeit , bis sie die Schule verlassen , ihren Dienst an der Schule zu leisten. In dieser Zeit gewinnen sie auch viel Selbstbewusstsein, Durchsetzungsvermögen und viel Empathie fĂŒr die GefĂŒhle ihrer MitschĂŒler-innen.

5.5 SchĂŒler-Innen CafĂ©

5.5.1 Raumgestaltung

Zur Raumausstattung gehören unter anderem ein KĂŒhlschrank, Waschbecken, ein Kochherd mit zwei Herdplatten, RĂŒhrgerĂ€te, Toaster, Waffeleisen etc. Zudem kann benötigtes Geschirr oder KĂŒchengerĂ€te aus der LehrkĂŒche entliehen werden.

Als Spiel- und BegegnungsplĂ€tze dienen den Kindern verteilte Tischgruppen, die sich beliebig variieren lassen. Des Weiteren steht ein kleines Spielsortiment, wie Schachspiele zur freien Auswahl bereit. Im Raum sorgen zusĂ€tzlich eine gemĂŒtliche Couchecke, ein Radio und verschiedene Lesemöglichkeiten fĂŒr eine gemĂŒtliche AtmosphĂ€re.

5.5.2 Zielsetzungen

Der Schulalltag in einer Ganztagesgrundschule ist fĂŒr die SchĂŒler-Innen anstrengend und erschöpfend. Daher haben wir einen weiteren Platz der Entspannung und Erholung geschaffen, in dem die Kinder zur Ruhe kommen können und auch die Möglichkeit besteht, sich mit anderen Kindern in einer angenehmen AtmosphĂ€re auszutauschen.

Die SchĂŒler-Innen finden im CafĂ© Kontakt zu anderen oder pflegen die bereits geschlossenen Beziehungen in und außerhalb ihres Freundeskreises. Sie lernen und festigen einen positiven Umgang mit ihren MitschĂŒler-Innen sowie sozial angemessene Verhaltensweisen, welche ĂŒber eigene familiĂ€re Erfahrungen hinausgehen.

5.5.3 Methodenkonzept -struktur, Angebote

Je nach Absprache, Vorhaben und Angebotsvarianten werden im SchĂŒler-Innen-CafĂ© verschiedene GetrĂ€nke angeboten, Salate, Waffeln u.a. selbst hergestellt und verzehrt.

WĂŒnsche und Ideen werden gemeinsam besprochen, der Zeitrahmen dafĂŒr abgesteckt und die Verantwortlichkeiten bei der Vorbereitung und DurchfĂŒhrung der Vorhaben festgelegt. Alle SchĂŒler-Innen können sich an den verschiedenen Angeboten beteiligen. Die Erzieher-Innen beraten und unterstĂŒtzen die Kinder bei ihren Vorhaben. Dabei achten sie vor allem darauf, dass Regeln eingehalten werden und die Sicherheit ‚aller gewĂ€hrleistet ist (z.B. angemessene Einweisung beim Umgang mit elektrischen GerĂ€ten).

5. 6 Kreativraum

5.6.1 Raumgestaltung

Im Kreativraum lassen sich die Tischgruppen je nach Angebot und TĂ€tigkeit variieren und laden zum gemeinsamen Planen, Gestalten, Basteln und Malen ein. Ausreichendes und umfangreiches Arbeitsmaterial steht zur VerfĂŒgung und ist fĂŒr die Kinder frei zugĂ€nglich. Ausnahmen bieten dabei Werkzeuge und Materialien, deren Umgang zunĂ€chst angeleitet und erlernt werden muss (NĂ€hmaschine, Seidenmalfarben etc.).

Zum Sortiment gehören unter anderem unterschiedliche Arten von Papier, diverse Farben und Malutensilien, Stoffe und NĂ€hutensilien, Perlen und Schmuckzubehör, HĂ€kel-, Strick- und Stickmaterial und ein Ordner fĂŒr Vorlagen, die die Kinder zum selbststĂ€ndigen und kreativen Arbeiten anregt.

5.6.2 Zielsetzungen

Die SchĂŒler-Innen werden im Kreativraum in ihrem selbststĂ€ndigen kreativen Gestalten gefördert und gestĂ€rkt. Dabei werden ihre Vorstellungskraft, ihre Phantasie und ihre feinmotorischen Fertigkeiten weiter entwickelt. Es können neue oder alt bewĂ€hrte Techniken und der Umgang mit den verschiedenen Materialien erlernt, gefestigt oder vertieft werden. In gemeinsamen Projekten und Angeboten erleben die SchĂŒler-Innen Gemeinschaft und erfahren ein positives SelbstwertgefĂŒhl als Teil einer Gruppe.

5.6.3 Methodenkonzept/ -struktur, Angebote

Das kreative Angebot richtet sich vorrangig nach den Ideen und den WĂŒnschen der Kinder oder den Fertigkeiten und Kompetenzen der jeweiligen PĂ€dago-Innen. So können die Kinder entweder selbststĂ€ndig an eigenen Ideen arbeiten oder aus einem Ideensortiment auswĂ€hlen. ZusĂ€tzlich finden angeleitete Angebote wĂ€hrend der Woche statt, an dem die SchĂŒler-Innen teilnehmen können. Die Angebote orientieren sich am Wissens – und Erfahrungsstand und den WĂŒnschen der Kinder. Viele der fertigen Kunstwerke werden anschließend im Freizeitbereich ausgestellt und können spĂ€ter von den Kindern mit nach Hause genommen werden.

Einige der Angebote richten sich nach dem Jahreskreis und den verschiedenen Festen und Feiern der Schule (Schulfest, Muttertag, Weihnachten etc.)

5.7 Spieleraum

5.7.1 Raumgestaltung

Im Raum gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Spielen. Durch die Erzieher-Innen wird sichergestellt, dass alle Spiele vollstĂ€ndig sind. Die StĂŒhle und Tische können von den Kindern je nach Bedarf zusammengestellt werden.

Es wird darauf geachtet, dass die Spiele nach Beendigung wieder richtig eingerĂ€umt und ordentlich zurĂŒck ins Regal gestellt werden. So bleibt die Übersichtlichkeit erhalten und die Spiele stehen sofort wieder zur VerfĂŒgung. Zu allen Spielen gibt es Anleitungen, die von den Kindern bei Bedarf eingesehen werden können. Alle Spiele können mindestens zu zweit, meist aber in grĂ¶ĂŸeren Gruppen gespielt werden. Die Kinder können die Spiele im Raum, aber auch auf dem Flur spielen. In Absprache mit dem/r Erzieher-In können sie mit in die anderen RĂ€ume genommen werden. In der Vorhalle können die Kinder Billard, Tischtennis und Kicker spielen. Die Spielmaterialien dafĂŒr können gegen einen Pfand entliehen werden.

5.7.2 Zielsetzungen

Spielen ist ein GrundbedĂŒrfnis von Kindern. Wenn es spielt, bereitet sich das Kind auf das Leben vor, denn es erwirbt aus eigenem Antrieb ganz wesentliche Kompetenzen wie Selbstvertrauen, strategisches Denkvermögen, KommunikationsfĂ€higkeit, KonfliktfĂ€higkeit, regelkonformes Verhalten und den Umgang mit Misserfolgen oder enttĂ€uschten Erwartungen. Gleichaltrige Spielpartner sind eine wichtigen Sozialisierungsinstanz. Die Kinder untereinander haben ein Interesse daran, sich zu einigen, was gespielt wird und wie Konflikte gelöst werden, die den Spielfluss stören. Gerade in diesen Aushandlungsprozessen erwerben die SchĂŒler-Innen soziale Kompetenzen. Gleichzeitig sind der Kontakt, die Beziehungen und der Austausch mit anderen, sehr unterschiedlichen Kindern fundamental wichtig fĂŒr die Entwicklung respektvollen und toleranten Verhaltens.

5.7.3 Methodenkonzept/ -struktur, Angebote

Im Spieleraum gelten klare Regeln zum Umgang miteinander. Störungen durch zuschauende Kinder werden nicht geduldet. Die Kinder spielen nach den gegebenen Regeln oder handeln eigene Regeln aus, bei Unklarheiten kann die/der Erzieher-In zu Hilfe geholt werden.

Nach Beendigung wird das Spiel gemeinsam eingerĂ€umt, die SchĂŒler-Innen sind verantwortlich dafĂŒr, dass es vollstĂ€ndig und ordentlich zurĂŒck ins Regal gestellt wird.

Die Kinder können Spiele – Wettstreits organisieren. Hierbei stehen ihnen die Erzieher-Innen helfend zur Seite. Neue Spiele werden den Kindern vorgestellt und die Spielregeln an interessierte Kinder vermittelt, die sie dann weitergeben.

Kann ein Spiel nicht an einem Nachmittag zu Ende gespielt werden, kann am nÀchsten Tag weiter gespielt werden.

5.8 Arbeitsgemeinschaften (AGs)

Neben den kontinuierlichen Angeboten in den FunktionsrĂ€umen werden montags und mittwochs in der Zeit von 14.30 bis 15.45 Uhr AGs angeboten. Diese können verbindlich oder auch unverbindlich fĂŒr SchĂŒler-Innen sein. Die Dauer einer AG wird von der AG-Leitung oder auch von den Teilnehmer-Innen der AG beschlossen. Die Leitung kann auch von SchĂŒler -Innen ĂŒbernommen werden. Zum einen gibt es Angebote, welche von Kooperationspartnern der Schule angeboten werden. Dazu gehören zum Beispiel das MĂ€dchenprojekt „CafĂ© Pink“, die Basketball-AG oder die Schach-AG.

Zum anderen bieten die PĂ€dagog-Innen zu den AG-Zeiten verschiedene innerschulische aber auch außerschulische Angebote an, wie z.B. die Fußball-AG, die Tischtennis-AG, die Jugger-AG, die Schwimm-AG in der Schöneberger Sporthalle und eine Trommel AG, sowie verschiedenste Koch- und Kreativangebote. Dazu gehören je nach Jahreszeit wechselnde Angebote wie die Gartenarbeit im Schulgarten oder im grĂŒnen Klassenzimmer.

Wichtig hierbei ist, dass die Kinder partizipativ entscheiden können, welche Angebote sie nutzen können und angeboten werden. Die Erzieher-Innen sind stets mit den Kindern in Kontakt, um die Interessen und BedĂŒrfnisse der SchĂŒler-Innen wahrzunehmen und diese durch vielfĂ€ltige AGs zu berĂŒcksichtigen.

Das Schulprogramm zum Download
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